04.04.2025 – Redaktion

Mit Rücksicht auf die Natur

Beim Osterfeuer an Igel, Kröte, Spitzmaus und Rotkehlchen denken

© Gerd Demitz
Symbolbild. © Gerd Demitz

An Ostern gehört für vielen Menschen ein Feuer dazu. So schön der Brauch auch ist, er birgt große Gefahren für Wildtiere. Darum sollten Osterfeuer nur mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen entzündet werden.

Häufig wird das Brennmaterial schon längere Zeit vor dem Osterfest gesammelt und aufgeschichtet. Viele Tiere, beispielsweise Igel und die Spitzmaus, nutzen die entstehenden Reisighaufen als Unterschlupf. Einige Vögel brüten sogar in den Holzstapeln. Rotkehlchen und Zaunkönig nutzen solche Brutmöglichkeiten gerne, da sie in unserer oft monotonen, ausgeräumten Landschaft wenige Nistmöglichkeiten finden. 

Damit das Osterfeuer nicht zur Todesfalle für Vögel und Kleintiere wird, sollte das Schnittholz erst kurz vor dem Abbrennen aufgeschichtet werden. So können die Kleintiere das geplante Osterfeuer nicht als Wohn- oder Brutstätte aussuchen. Wenn der Holz- und Reisigstapel schon vor längerer Zeit angelegt wurde, sollte er nicht mehr durch Abbrennen zerstört werden. Denn nun könnten sich Tiere oder Nester mit Eiern in dem Stapel befinden. Wer auf sein Feuer trotzdem nicht verzichten will, sollte das aufgehäufte Material am Tag des Anzündens vorher unbedingt vorsichtig umschichten. So bekommen die Tiere die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen.

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