21.02.2025 – ein
Population gezielt eindämmen
Taubenfutter zieht auch die Ratten an
Buchholz – In vielen Städten nimmt die Rattenpopulation zu. Die Stadt Buchholz will die Population jetzt durch gezielte Maßnahmen eindämmen und ist dabei auch auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Angezogen fühlen sich die Nager nämlich insbesondere durch Nahrungsquellen, die für sie frei zugänglich sind, zum Beispiel auch Vogelfutter. Deswegen ruft die Stadtverwaltung jetzt dazu auf, auf das Füttern insbesondere von Tauben im Stadtgebiet zu verzichten. Essensreste, zum Beispiel Bananenschalen, sollten in den vorhandenen Mülleimern entsorgt werden. Sollten Grundstücksbesitzer auf ihrem privaten Grund Rattenbefall feststellen, sind sie ebenfalls angehalten, Maßnahmen zu ergreifen.
„Hotspots des Rattenbefalls sind in der Innenstadt zurzeit die Poststraße, die Lindenstraße mit dem ZOB und die Bremer Straße“, erläutert Sacha Baustian, Leiter des Buchholzer Kommunalbetriebs, welcher zurzeit zwei ausgebildete sogenannte Schadnagerbekämpfer einsetzt. Um die Rattenpopulation effektiv zu reduzieren, stellen sie spezielle Köderstationen auf städtischen Flächen auf. Hierbei handelt es sich um zugriffssichere Boxen, die nicht für andere Tiere oder gar Menschen zugängig sind. Frisst aber eine Ratte den darin befindlichen Wirkstoff, verendet sie nach etwa drei Tagen. Die Einsatzstellen der Köderboxen sind mit entsprechenden Warnhinweisen versehen. Hier werden Eltern mit Kindern sowie Tierhalter trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gebeten, wachsam zu sein und einen Kontakt mit den Köderboxen beziehungsweise deren Inhalt zu vermeiden.
Doch woher kommt es, dass es im Moment mehr Ratten gibt als sonst? „Auffällig ist, dass zurzeit viele Bürgerinnen und Bürger Tauben und andere Vögel in der Innenstadt füttern, dadurch steigt die Rattenpopulation erheblich, denn auch sie ernähren sich von den Getreidekörnern, den Brot- oder Essensresten“, erklärt Sacha Baustian. „Wichtig ist auch, dass man Essensreste, zum Beispiel Überbleibsel von Bananen oder Äpfeln, nicht einfach auf den Boden oder in die Beete wirft, sondern in den Mülleimer“, ergänzt Andreas Gerdts, einer der beiden Schadnagerbekämpfer des Kommunalbetriebs.
Geschieht dies nicht, steigt die Rattenpopulation in den betroffenen Gebieten und kann gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung mit sich bringen. Daher ist für einen längerfristigen Erfolg der Rattenbekämpfung erforderlich, auf Taubenfütterung zu verzichten und Speisereste, aber auch Getreidekörner und Co., ordnungsgemäß zu entsorgen. „Vor dem Hintergrund, dass die Frostperioden verhältnismäßig kurz ausfallen, ist die Nahrungsbeschaffung für die Vögel zurzeit auch kein Problem“, betont Baustian.
Nehmen Grundstücksbesitzer oder aber Mieter eine Rattenpopulation auf ihrem Grundstück wahr, müssen sie unverzüglich auf eigene Kosten eine Rattenbekämpfung vornehmen; bestenfalls beauftragen sie dann eine Fachfirma.
Hinweise zur Rattenbekämpfung gibt ansonsten das Merkblatt der Stadtverwaltung, welches unter buchholz.de (Stichworte „Ratten bekämpfen“) eingesehen werden kann.